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Die Bücher

Drei Bücher von Alva Fjällström – dem literarischen Pseudonym von Jorundr.

Was in der Musik unter Jorundr entsteht, hat auf der literarischen Seite eine eigene Form gefunden. Alva Fjällström ist kein zweiter Mensch, sondern ein zweiter Kanal. Aus derselben Erfahrung, mit demselben Blick, aber in einer Sprache, die Musik nicht leisten kann: Prosa, Argument, ausgebreitete Erzählung.

Drei Bücher sind bisher erschienen – ein Fantasyroman ab 10 Jahren, eine biografische Erzählung für erwachsene Leser, und ein Sachbuch über die Mechanik eines traumatisierten Nervensystems. Verschiedene Register, verschiedene Zielgruppen, ein gemeinsamer Kern: die Frage, was hinter der Oberfläche liegt. Was Kinder nicht aussprechen können. Was Erwachsene übersehen. Was ein System tut, wenn ihm die Welt keinen sicheren Ort anbietet.

Wie Alva entstand.

Alva ist keine erfundene Figur im klassischen Sinn. Sie hat ein Gesicht, bevor sie eine Geschichte hatte.

Vor einigen Jahren entstand mit einem KI-Bildgenerator ein Portrait – ein Mädchen mit roter Kapuze, ruhiger Blick, eigene Präsenz. Sie stammt aus einem umfangreichen Bilderarchiv, das über die Jahre gewachsen ist: mehrere hundert KI-generierte Motive auf der Festplatte, davon rund 150 als hochwertige Drucke ausgewählt und archiviert. Fantasy-Figuren, Personen, Szenen, Stimmungen. Ein Teil dieser Sammlung wird zu einem späteren Zeitpunkt als limitierte Print-Serie erhältlich sein.

Ein Bild jedoch nicht – zumindest nicht als Kunstdruck. Das Alva-Motiv existiert exakt einmal als Leinwanddruck und wird es auch bleiben. Die einzige Ausnahme sind die Buchcover: das Motiv trägt in drei Altersstufen alle drei Bücher. Als eigenständiger Print, als Poster oder als Bild an der Wand jenseits meiner eigenen wird es das Motiv nicht geben. Warum ausgerechnet dieses eine Bild diesen Sonderstatus hat, lässt sich nicht sauber begründen. Es hatte von Anfang an etwas, das die anderen nicht hatten. Der Blick, die Ruhe, die Präsenz – wenn man es sieht, versteht man es, wenn man es nicht sieht, hilft keine Erklärung. Es ist einfach da, und es geht nicht weg.

Jahre später kam das Buch. Aber nicht als Idee, nicht als Projekt, nicht als Plan. Sondern weil irgendwann alles raus musste, was jahrelang in einem Menschen liegt, für den kein Kanal dafür da war. Kein "ich möchte einen Roman schreiben", sondern der Punkt, an dem Schreiben die einzige Möglichkeit war, das Aufgestaute überhaupt in eine Form zu bringen. Das Bild an der Wand bekam in diesem Prozess einen Namen. Alva. Und mit dem Namen eine Stimme, eine Kindheit, eine Geschichte.

Das Original mit der roten Kapuze ziert das Cover der biografischen Erzählung ALVA. Für den Kinderroman Alva und die Wächter des Waldes wurde das Motiv durch ein KI-Alterungs-Tool auf zehn Jahre verjüngt – passend zur Grundschulzeit, in der die Geschichte spielt. Und für Warum ich so bin wie ich bin… sowie für das Autorenbild von Alva Fjällström ging der Weg in die andere Richtung: die 37-jährige Alva. Drei Altersstufen desselben Gesichts, aus derselben Ausgangsdatei. Ein Motiv, das die Autorin und ihre Figur über die Zeit trägt.

Der Prozess ist der gleiche wie bei der Musik. Nichts davon ist geplant entstanden. Es war Druck, der ein Ventil gebraucht hat. Ein Bild, das nicht wegging. Ein Text, der sich nicht mehr zurückhalten ließ. Ein Song, der laut werden musste. Was standhält, wird zum Ausgangspunkt – und was danach kommt, folgt aus dem Prozess, nicht aus einer Strategie.

Warum unter Pseudonym.

Die Wahl von Alva Fjällström als Autorenname ist keine PR-Entscheidung. Sie hat konkrete, funktionale Gründe.

Erstens: Distanz zur eigenen Geschichte. Die biografische Erzählung ALVA ist in der dritten Person geschrieben. Das ist kein stilistisches Spielchen, sondern eine Notwendigkeit. Wer über die eigene Kindheit in der ersten Person schreibt, während das dazugehörige Nervensystem noch aktiv damit umgeht, verliert die Kontrolle über den Text. Das "Ich" zieht die Erfahrung in die Gegenwart. Die dritte Person – "sie", nicht "ich" – schafft den Abstand, der es überhaupt erst möglich macht, das Erlebte in eine kohärente Form zu bringen. Alva Fjällström als Autorenname setzt diese Distanz auf einer weiteren Ebene fort. Nicht der Autor schreibt über sich selbst, sondern eine Autorin schreibt über ein Mädchen. Die Trennung ist nicht Selbstschutz – sie ist Handwerk. Ohne sie gäbe es das Buch nicht.

Zweitens: Masking als Prinzip. Wer autistisch ist und in einem Umfeld aufwächst, das ihn nicht als solches erkennt, lernt früh das Prinzip des Maskierens. Eine Fassade nach außen, ein anderer Zustand nach innen. Was in der Kindheit ein Überlebensmechanismus war, ist als Erwachsener eine Fähigkeit, die man bewusst einsetzen kann. Alva Fjällström ist Masking in Perfektion – die literarische Maske, die es erlaubt, radikal ehrlich zu sein, weil sie den Menschen dahinter schützt. Die Bücher können in einer Klarheit sprechen, die unter dem eigenen Namen so nicht möglich wäre. Nicht weil man den Inhalt nicht verantworten würde, sondern weil der Abstand zwischen Text und Person die Freiheit schafft, überhaupt so zu schreiben.

Drittens: Trennung der Räume. Musik und Literatur haben unterschiedliche Publika und unterschiedliche Wirkweisen. Ein Metal-Song erreicht Menschen, die kein Sachbuch lesen würden. Ein Sachbuch erreicht Leser, die keinen Metal hören würden. Wer beide Welten unter dem gleichen Namen bündelt, riskiert, dass keine der beiden ihr eigenständiges Publikum findet. Die Trennung zwischen Jorundr und Alva Fjällström öffnet die Bücher für Leser, die mit der Musik nichts anfangen können, und öffnet die Musik für Hörer, die die Bücher nie in die Hand nehmen würden. Dass hier ein Zusammenhang besteht, ist offen kommuniziert. Dass beide Kanäle für sich stehen, ist beabsichtigt.

 

Ein Klick auf ein Buchcover führt direkt zum jeweiligen Titel auf Amazon. Für das Sachbuch Warum ich so bin wie ich bin… gibt es zusätzlich eine ausführliche Seite mit allen 14 Kapiteln und weiteren Informationen.

 

Alva

Ein Kind, das still ist, funktioniert. Ein Kind, das nicht stört, fällt nicht auf. Aber Stille bedeutet nicht gleich Sicherheit – und Funktionieren ist nicht gleich Gesundheit.

Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Kindheit. Von den Jahren in der Schule und von dem, was dort geschah. Es ist keine laute Geschichte über sichtbare Gewalt, sondern über das, was mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist: Der meiste Schaden ist unsichtbar.

Wenn Kindern die Kraft fehlt, das Erlebte auszusprechen, oder sie früh lernen, dass Worte ohnehin nichts verändern, entsteht eine Lücke. Eltern sehen nichts, weil es nichts Offensichtliches zu sehen gibt. Kinder sagen nichts, weil ihnen die Sprache für das Unsichtbare fehlt. Dazwischen liegt ein tiefes Schweigen – eine Überforderung auf beiden Seiten.

Dieses Buch klagt diese Lücke nicht an. Es macht sie sichtbar. Es ist keine pauschale Abrechnung und sucht keine einfachen Schuldigen, aber es richtet sich unmissverständlich gegen die Bequemlichkeit des Wegsehens. Der genaue Ort und die Namen der Täter bleiben ungenannt – denn sie verdienen in dieser Geschichte keine Bühne. Es geht darum, das jahrelange Schweigen endlich zu brechen.

Die Reise dieses Buches endet zwar in Schweden, aber nicht in Bullerbü. Es ist aus realen, somatischen Erinnerungen rekonstruiert und fordert dazu auf, hinzusehen.

Wichtiger Hinweis zum Inhalt: Dieses Buch ist keine Unterhaltungslektüre und bietet weder ein klassisches „Happy End“ noch pädagogische Handlungsanweisungen. Es beschreibt schonungslos, wie sich dauerhafter psychischer Stress anfühlt, und richtet sich an Leserinnen und Leser, die bereit sind, leise und unbequeme Realitäten auszuhalten.

Sensible Themen (Triggerwarnung): Der Text enthält Darstellungen von emotionaler und sozialer Ausg

ALVA und die Wächter der Natur

Ein Mädchen. Ein uralter Wald. Eine magische Bestimmung.

Alva ist anders. Während die anderen Kinder im Dorf spielen und Freundschaften schließen, verbringt die Einzelgängerin ihre Zeit am liebsten in der Stille der Natur. Von ihren Mitschülern gemieden und verspottet, ahnt Alva nicht, dass ihre tiefe Verbundenheit zu den Bäumen und Tieren kein Zufall ist – sie ist eine seltene, mächtige Gabe.

Als plötzlich rücksichtslose Menschen mit brüllenden Maschinen anrücken, um den Wald zu roden, erwacht die Natur. Der Wald ruft seine Hüterin! Gemeinsam mit einer ungewöhnlichen Truppe magischer Wesen – der strahlenden Fee Nyxlyn, dem schelmischen Troll Pukki und dem weisen Wächter Merrick – stellt Alva sich mutig der drohenden Zerstörung in den Weg. Doch kann sie ihre innersten Zweifel rechtzeitig überwinden und die vereinten Kräfte der Natur entfesseln, bevor ihre Heimat für immer in Staub und Asche versinkt?

„Alva und die Wächter der Natur“ ist ein fesselndes, magisches Abenteuer über den Mut, anders zu sein, die unzerstörbare Kraft wahrer Freundschaft und den unschätzbaren Wert unserer Natur. Perfekt für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren!

Warum ich so bin wie ich bin...

Warum Überleben keine Krankheit ist – Ein schonungsloser Blick in die Mechanik eines traumatisierten Nervensystems

„Stell dich nicht so an.“ „Anderen geht es viel schlechter.“ Wer mit einem Entwicklungstrauma lebt, kennt die zynischen Sätze der „Trauma-Olympiade“. Doch Trauma ist keine Einstellungssache, die man mit positivem Denken heilen kann. Es ist ein tiefgreifender Umbau in der Hardware des Gehirns.

 

Nach jahrelangem systematischem Mobbing und institutionellem Versagen seziert die Autorin die Anatomie ihres eigenen „Trümmerfelds“. Ohne medizinisches Fachchinesisch, dafür mit gnadenloser Präzision, erklärt sie, warum ein Nervensystem, das auf das nackte Überleben programmiert wurde, nicht einfach abschalten kann. Was von Lehrern, Gutachtern und der Gesellschaft oft als Faulheit, Trotz oder angeborene Störung (wie ADS) fehlinterpretiert wird, entlarvt sie als hochintelligente biologische Schutzmechanismen.

In diesem Buch erfährst du aus der radikalen Innensicht:

Warum lauter Metal und Sub-Bässe beruhigender sind als entspannende Panflöten und wie sie als akustisches Schutzschild funktionieren.

Das Airsoft-Paradoxon: Warum ein simuliertes Gefecht für ein hypervigilantes Gehirn entspannender sein kann als das sonntägliche Kaffeetrinken mit der Familie.

Die verdammte Maske: Warum reibungsloses „Funktionieren“ im Alltag kein Zeichen von Heilung ist, sondern puren energetischen Bankrott bedeutet.

Der Hausaufgaben-Irrtum: Wie die Schule als Tatort den sicheren Hafen des Zuhauses vergiftet.

Dieses Buch ist kein klassischer Ratgeber, der Besserung verspricht, sondern ein Übersetzer. Es ist eine Überlebensstrategie für Betroffene von komplexer PTBS (kPTBS) und autistischer Prägung – und ein unverzichtbares Werkzeug, das man Angehörigen wortlos über den Tisch schieben kann, wenn die eigenen Worte im Hals steckengeblieben sind.

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